
Lehre ist mehr als ein Job: Betriebe als Bildungspartner

Mehr Praxis und moderne Schulorganisation
Wir planen, das Unterrichten von Praxisfächern stärker durch Fachkräfte aus der Wirtschaft zu unterstützen, insbesondere an Berufs- und Fachschulen. Gleichzeitig wollen wir in mittelgroßen und großen Schulen ein mittleres Management etablieren – etwa durch Fach- und Abteilungsleitungen. So können wir Schulleitungen entlasten, Lehrkräfte besser begleiten und die Schulentwicklung vorantreiben. Damit schaffen wir außerdem neue berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im Schulbereich.
Quereinstieg erleichtern und internationale Fachkräfte einbinden
Um mehr Menschen für den Lehrberuf zu gewinnen, wollen wir den Quereinstieg weiter erleichtern. Vordienstzeiten aus der Privatwirtschaft sollen weitgehend anerkannt werden, und der Einstieg soll grundsätzlich in allen Schultypen möglich sein. Ebenso setzen wir auf eine rasche Anerkennung von Qualifikationen aus dem Ausland, um erfahrene Fachkräfte besser einzubinden. Gleichzeitig bauen wir moderne Arbeitsplätze und digitale Ressourcen weiter aus, damit Lehrkräfte zeitgemäß arbeiten können.
Praxisnahe Ausbildung und gezielte Weiterbildung
Auch die Ausbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer entwickeln wir weiter: Sie soll sich noch stärker an den praktischen Herausforderungen des Unterrichts orientieren – etwa in Bereichen wie Inklusion, Demikratiebildung oder Deutsch als Zweitsprache. So können angehende Lehrkräfte praktisches und fachliches Wissen noch besser verbinden.
Schulleitungen stärken und entlasten
Ein besonderes Anliegen ist mir, die Rolle der Schulleitung zu stärken. Direktorinnen und Direktoren tragen hohe Verantwortung und sollen noch besser auf diese Aufgabe vorbereitet werden. Wir entwickeln die Ausbildung weiter – mit mehr Fokus auf Management, Personalführung und Schulautonomie – und ermöglichen Fortbildungen auch außerhalb des Schulbereichs.
Zusätzlich schaffen wir mehr Unterstützung im Alltag, etwa durch pädagogisch-administrative Fachkräfte und Schulsekretariate.
Digitale und KI-Kompetenzen stärken
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau digitaler und KI-bezogener Kompetenzen. Wir wollen sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche nicht nur digitale Werkzeuge nutzen, sondern sie verstehen, kritisch hinterfragen und selbst gestalten können. Darum verankern wir digitale Bildung und KI-Kompetenzen in allen Schulstufen und bauen die Informatik in der Oberstufe aus.
Lehrpersonen werden durch entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote unterstützt. Digitale Lernmittel sollen besser zugänglich werden – auf einer zentralen Plattform und durch gezielte Förderung digitaler Lernprogramme ab dem Schuljahr 2025/26. Gleichzeitig modernisieren wir die Schulbuchaktion, schaffen moderne Qualitätsstandards und unterstützen KI-gestütztes, individualisiertes Lernen.
Damit Schulen gut für die Zukunft gerüstet sind, richtet sich auch das Schulbauprogramm neu aus: Wir investieren in moderne Lernumgebungen, eine zeitgemäße digitale Ausstattung und attraktive Arbeitsplätze für Lehrkräfte.
Unser Ziel ist es, den Lehrberuf stärken, Entwicklungschancen schaffen und moderne Rahmenbedingungen bieten, damit unsere Pädagoginnen und Pädagogen erfolgreich arbeiten können. Denn gute Bildung braucht starke Lehrerinnen und Lehrer.

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